Tropophobia (2012)

Die 1. Inszenierung „Tropophobia“ war der Auftakt selbstgestalteter und neu erprobter Ausdrucksformen des Theaters. Es wurden 15 Szenen gezeigt, die  authentische Gedanken zur heutigen Gesellschaft schilderten. Es wurde der heutige Mensch in seinem Alltag zwischen Imagination und der Auseinandersetzung des wahren Ichs mit den Rollenbildern des einzelnen Menschen in der Gesellschaft betrachtet. Die Szenen boten dem Zuschauer dabei eine Vielfalt an Motiven zur Diskussion der eigenen Rollenbilder und der eigenen individuellen persönlichen Erfahrungen, verbunden mit der Frage nach Schicksal und der Suche nach Sinn und Halt im Leben. Durch die experimentelle Darstellung des Stückes wurden Fragen aufgeworfen und keine Antworten vorgegeben. Das Publikum wurde aufgefordert und angeregt, eigene Antworten zu finden. In dem Stück standen dem Publikum Wege offen, die entweder Veränderungen oder Stillstand hervorbringen konnten.

Wie viele Seiten hat ein volles Buch?Wie viele Blätter ein ausgewachsener Baum und wie viele Szenen ein reifes Stück?

In unserer heutigen Gesellschaft sehen sich die Menschen zunehmend der Aufforderung gestellt, alles als ganz zu betrachten. Vollendet, fertig. Was spricht für den Abschluss, dem Ende des Suchens? Ist es der Moment des Zufrieden-Seins, des Glaubens, alles Erdenkliche getan, gefunden zu haben, um schließlich vor sich ein Endergebnis zu sehen, hinter dem man im besten Fall mit stolzer Brust steht? Vollendung ist Perfektion, Perfektion ist erwünscht. Doch was ist perfekt und wodurch wird es so? Im Prinzip stelle ich nur noch Fragen, die nichts sagen – die nichts sagen können, weil ich keine Antwort gebe…

Premiere: 21.06.2012 – fete de la musique, Halle

Auftritte: 28.06. 2012 – Franckeschen Stiftung, Halle & 13.07.2012 – Postkult – Stadtgarten, Halle & 04.11.2012 – Kurzstückspektakel Jena

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