Fliegen Motten in Formation? (2015)

Wenn mechanische Reptilien sich zu glitzernden Geschmacksexplosionen aufbäumen, um dann doch wieder in einer Schlammschlacht zu versinken, dann geht es um das Unsichtbare, das maximal Spürbare von Transformation.

Diesen Moment wollen wir mit dir teilen. Durch Körper und Bewegung eröffnen wir einen Raum zwischen Chaos und Ordnung, Ausbruch und Stille, Innen und Außen. Eine rituell-transformatorische Raumerfahrung.

„Zunächst fühlte ich mich an einen Zahnarztbesuch erinnert, denn auch hier hatte ich das Gefühl nachdem ich Platz nahm, dass ich endlich wieder mal wieder in eine Situation geraten bin, in der ich nichts tun kann und muss – und dass ohne die Angst vor Schmerzen oder diesem unangenehmen Gefühl, wenn sich der Speichel im Gaumen sammelt und man ihn nicht herunterschlucken kann.

Um diese Metapher weiter auszuschöpfen, so wurde auch bei Euch tief gebohrt, wurden Brücken gesetzt, entstanden Lücken, wurden Löcher verfüllt, wurde lange Verborgenes freigelegt, wurde Altes neu verblendet.

Doch während beider Prozesse wartet Mensch gleichermaßen vergebens auf eine Läuterung, bleibt er/sie sich und seinem Innenleben ausgeliefert.

Dann folgt scheinbar Erleichterung, wenn es vorbei ist, aber es ist eigentlich wieder nur die Möglichkeit sich selbst auszuweichen. Eben wollte man das Innenleben am liebsten noch ausspucken – dann wird die Selbstkonfrontation wieder diffus und man sieht nur Zahnstein, Spucke und Blut im Ausspuckbecken – nichts was von der Substanz es Schmerzes zeugt.

Und so zurückgeworfen auf mich selbst bleibt mir nur der Ausweg die Transformation dem Mystischen, dem Göttlichen zu überlassen, wie es sich in Euren Bewegungen und Klängen zu erkennen gab“.

Premiere am 15.06.15 um 20 Uhr mit Aftershowparty. Weitere Aufführungen am 16./18./19.06.15 um 20 Uhr. Jeweils im ehemaligen Laden „Schuhfranke“ beim Eselsbrunnen, Alter Markt / Ecke Kutschgasse in Halle (Saale).